Freitag, 15. November 2013

«Der Polder» - Reality Game und Theater

Quelle: digitalbrainstorming.ch
Die Idee
Der Kreis 4 in Zürich ist der Schauplatz des transmedialen Spiels «Der Polder», welches die Grenzen zwischen realer und fiktiver Welt zu verwischen versucht. Als Spieler ist man ist nicht einfach nur Zuschauer, sondern nimmt aktiv am Geschehen teil und gestaltet dieses mit.

Der Beginn
Das Basislager ist der Ausgangspunkt des Games. Hier erhält man die ersten Instruktionen, eine Handvoll goldener Bohnen und eine App mit Audio-Guide und Stadt-Karte. Das Audiofile in Hörbuch-Form leitet jeden Spieler individuell durch das Quartier in Zürich, bis hin zum ersten Ziel: der sogenannten Gamezone.

Die Gamezone
In der Gamezone warten Schauspieler verkleidet als düstere Gestalten, Zauberer oder Wahrsager und laden zum Spiel. Die Spieler mischen sich unter sie, spricht und spielt mit ihnen um die goldenen Bohnen. Dabei verlassen die Schauspieler nie ihre Rollen. Die Spieler können die Gamezone erst wieder verlassen, wenn sie die Buchstaben des geheimen Passworts herausgefunden haben. Pro gelöstem Rätsel gibt es eines der insgesamt zehn Passwort-Zeichen als Belohnung.

Der Endboss
Nach rund einer Stunde sind alle Posten abgeklappert, das Passwort gefunden und der Wächter am Ausgang passiert. Eine zweite Tonspur führt auf ein Parkhaus-Dach, von dem aus man die begangene Umgebung von oben beobachten kann und weiter zum letzten Ziel kommt, dem House of Game. Dort wartet ein Endboss, ein letzter mächtiger Gegner, den man besiegen muss, wenn man das Spiel erfolgreich beenden will.

Fazit
«Der Polder» ist quasi ein Online-Rollenspiel, das am eigenen Leib erfahrbar ist. Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen. Nervenkitzel, Interaktionen und Schauplätze sind echt. Der Rahmen sowie die Geschichte sind jedoch fiktiv. Im Gegensatz zu anderen Reality Games begegnet man bei «Der Polder» anderen Mitspielern, was ein gemeinsames Spielerlebnis vermittelt. Dieses Community-Gefühl ist auch, was beispielsweise den Reiz von MMORPGs ausmacht. Zudem ist sogenanntes «Lurking» möglich, also die passive Teilnahme am Spiel als Beobachter bzw. Publikum.

Video-Erfahrungsbericht eines Teilnehmers:


1 Kommentar:

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