Freitag, 15. November 2013

Evernote - das digitale Gehirn, das nichts vergisst

Im Journalismus-Alltag wird man mit Informationen regelrecht bombardiert – doch kreative Köpfe wollen sich häufig nicht mit deren Ablage beschäftigen. Dabei wandern wertvolle Notizen am Ende eines anstrengenden Arbeitstag auch schnell mal im Rundordner – vielleicht aber hätte man sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder verwenden können…Da wäre doch ein Gehirn wie das eines Elefanten praktisch. Dafür gibt’s Evernote – das digitale Gehirn, mit dem man Informationen organisieren und verwalten kann.



Welche Informationen kann ich mit Evernote erfassen?

Nahezu alle, wenn sie in irgend einer Form digitalisiert sind. Sowohl Office- und PDF-Dokumente wie auch Bilder, Links oder Texte lassen sich in Evernote speichern – selbst Handnotizen lassen sich relativ schnell verewigen. Gross organisiert werden müssen die Daten dabei nicht, es reicht, sie mit ein paar Schlagworten zu kategorisieren. Nicht nur Journalisten nutzen Evernote sondern auch Köche für die Speicherung ihrer Rezepte, Künstler, Weinliebhaber, und so wieter.

Um Evernote zu nutzen, muss man sich zuerst auf der Website anmelden.
www.evernote.com
Evernote ist in einer kostenlosen Light-Version verfügbar, dabei ist aber das uploadbare Datenvolumen pro Monat beschränkt.



So erfassen Sie Informationen:
Laden Sie die nativen Apps für iOS, Android oder Windows herunter. Oder nutzen Sie Evernote webbasiert. Nun können Sie mit dem Erfassen beginnen. Links können Sie Notizbücher und/oder Schlagwörter anlegen. Sie können mit Ihrem Smartphone auch Fotos aufnehmen und diese direkt in Ihr Evernote-Gehirn hochladen. Mit Vorteil fügen Sie zu den hochgeladenen Informationen einzelne Tags (Schlagwörter) dazu, um die Informationen später wieder rasch zu finden.


Wie funktioniert die Such-Funktion?
Sucht man in der Evernote-App nach Wörtern, durchsucht das digitale Gehirn alle hochgeladenen Informationen und zeigt diese an. Dabei werden selbst Wörter auf Fotos erkannt und miteingebracht. War Sie als Journalist beispielsweise vor zwei Jahren an einer Medienkonferenz der Bank Hauenstein und wollen nun, zwei Jahre später, ihre Notizen dieser Konferenz noch einmal durchblättern, dann werden Sie den Text unter dem Stichwort „Hauenstein“ wieder finden, vorausgesetzt, er wurde mit Evernote erfasst oder das Stichwort-Dokument fotografiert, gescannt oder digital hochgeladen im Evernote-Konto.


Spezielle Erweiterung für Journalisten:

Evernote hat in den letzten Monaten neue Partnerschaften mit Unternehmen geschlossen. So gibt es beispielsweise den Sky Pen zu kaufen: Ein Kugelschreiber, der die Handschrift-Notizen automatisch erfasst (vorausgesetzt ist spezielles Papier) und diese anschliessend automatisch kabellos in das Evernote-Konto hochlädt. Ist die Handschrift einigermassen leserlich, erkennt Evernote die Wörter und spuckt die Notizen bei entsprechender Suche nach Begriffen  auch sofort aus. Praktisch, weil das Papier nicht aufbewahrt werden muss. (Beispiel Screenshot: Hier wurde nach dem Begriff ZKB (Zürcher Kantonalbank) gesucht und zwei entsprechende Handnotizen gefunden).


Praktischer Tipp aus dem Journalismus-Alltag:
Fotografieren von Visitenkarten und Hochladen – Einfache Art einer Kontaktdatenbank ohne ausgebeulten Geldbeutel mit Visitenkarten-Stapeln

Zum Schluss: Evernote gibt's mittlerweile sogar auf Smartwatches;)



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