Freitag, 15. November 2013

Marika, von den Schweden verzweifelt gesucht

"The truth about Marika", bereits 2007 vom schwedischen Fernsehsender SVT und der Produktionsfirma Company P realisiert, gilt noch heute als Meisterwerk des transmedialen Storytellings. Grundlage ist die gleichnamige TV-Serie über die Suche nach einer spurlos verschwundenen jungen Frau, Marika. Von den Machern geschickt auch auf diversen Internet-Kanälen durchgespielt, beschäftigte die Suche nach Marika viele Schweden über Wochen hinweg - und so mancher Zuschauer war sich anfangs nicht darüber im Klaren, dass es sich um eine erfundene inszenierte Geschichte handelte.

Schon vor dem Start der Serie kam es zu einem Eklat, nachdem die schwedische Bloggerin Ariana den TV-Sender SVT beschuldigte, in der Serie die Geschichte ihrer Freundin Marika zu erzählen und diese Geschichte "gestohlen" zu haben. Der Sender hielt dagegen, schaltete Sondersendungen mit Live-Debatten zum Thema, während Ariana auf ihrer Website conspirare.sv ihre Version der Story erzählte. Zwei Kontrahenten, ein Ziel: möglichst viele Schweden in die Suche nach der verschwundenen Marika einzubeziehen. Das ist den Machern gelungen. Immer mehr Schweden stiegen in die Suche nach Marika ein und trugen die Hinweise, die die Macher auf unterschiedlichen Plattformen wie der TV-Serie oder auf Online-Plattformen wie Second Life geschickt lancierten, zusammen.. Über fünf Wochen war die Suche nach Marika eines der Hauptthemen in den schwedischen Medien.

Ob Marika gefunden wurde? Den Trailer zur Serie gibt es jedenfalls hier

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.