Freitag, 15. November 2013

Storytelling ohne Grenzen


Die medialen Grenzen sprengen und ein Story-Universum erschaffen, das auf unterschiedlichen Wegen erlebt werden kann. Das ist transmediales Storytelling. 

Transmedialität erfordert vor allem interdisziplinäres Arbeiten. Autoren, Gamedesigner, Marketingspezialisten, Verleger, Webdesigner und  Produzenten müssen zusammen arbeiten, sich austauschen und gemeinsam aus einer Story ein transmediales Universum schaffen. Dies ist über diverse Kanäle möglich: als Buch, E-Book, Hörbuch, Comic, Film, Konsolen-Spiel, App, Theaterstück oder online in einem Blog.

Bei transmedialen Geschichten gibt es keinen Leser, Zuhörer, Zuschauer oder Spieler mehr, sondern einen „Experiencer“ - also einen Handlungsteilnehmer. Die klassische Rollenverteilung von Sender und Empfänger bleibt jedoch erhalten - der Experiencer ist Konsument.

Projektgruppe High Flyers
(Bild: transmedia-storytelling-berlin.de)
Auf Einladung der digitalen Initiative der Frankfurter Buchmesse experimentierten 2011 neun Medienexperten mit transmedialen Erzählformen. 


Darauf proklamierten sie folgendes Transmedia-Manifest:
  1. Realitätsbehauptung: Realität und Fiktion werden vermischt. 
  2. Rabbitholes: Die Geschichte bietet verschiedene Möglichkeiten einzutreten.
  3. Geschichten-Universum: Der Nutzer entscheidet, welchem Erzählstrang er folgen will.
  4. Interaktivität: Experiencer kommunizieren untereinander und mit den Figuren der Geschichte.
  5. User-Generated-Content: Das Geschichten-Universum bietet dem Experiencer die Möglichkeit, sich an ausgewählten Stellen einzubringen. 
  6. Transmedialität: Das Story-Universum beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Medium, sondern nutzt die Stärken jedes einzelnen Mediums.
  7. Location-Based Storytelling: Der Experiencer wird örtlich Teil der Geschichte.  
  8. Unendlichkeit: Das Geschichten-Universum hat das Potenzial, eine nie zu Ende gehende Geschichte zu schaffen. 
  9. Leanback / Leanforward: Das Story-Universum bietet die Möglichkeit die Geschichte zeitweise beziehungsweise dauerhaft in einem passiven Modus zu konsumieren.
  10. Multipayment: Additives Freemium-Geschäftsmodell, das sich aus mehreren Beiträgen pro Konsument zusammensetzt.
  11. Kollaboratives Arbeiten: Geschichten sollen in interdisziplinären Teams erstellt werden.
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