Freitag, 15. November 2013

Short Cuts: So funktioniert Vine


Wie funktioniert Vine?

Vine ist ein kostenloses Computerprogramm für internetfähige Mobiltelefone, das seinen Nutzern erlaubt, sehr kurze Videos mit anderen zu teilen. Der Austausch erfolgt über die sozialen Netze Twitter und Facebook. Voraussetzung ist eines der Betriebssysteme Android, iOS oder Windows Phone. Vine wurde im Oktober 2012 von Twitter Inc. übernommen.

Ein Beispiel gibt's hier:

https://vine.co/v/htKTq5ewiVg

Das Konzept von Vine

Mit Vine können Videos mit einer maximalen Länge von sechs Sekunden aufgenommen und veröffentlicht werden. Der Nutzer hat die Möglichkeit, auf zwei Weisen mit seinem Smartphone oder Tablet-Computer zu filmen: kontinuierlich oder mit Zwischenstopps. Gerade wegen Letzterem erinnern viele Vine-Filme an animierte GIFs, eine Technik, die in den 1990er-Jahren populär war, damals jedoch ohne Ton.[4] Ist das Video vorbei, fängt es wieder von vorne an (Loop). Von der Ästhetik her lehnen sich viele Clips an die Idee des Stopptricks an. Twitter war an Vine unter anderem interessiert, weil es zu den kurzen Textnachrichten passte.

Wie bei anderen „Sharing“-Plattformen muss der Nutzer ein eigenes Profil anlegen, um Videos hochladen zu können. Sein Gefallen kann der Rezipient, der das Video sieht, durch ein Tippen auf die Schaltfläche Gefällt Mir zum Ausdruck bringen, hier in Form eines Smileys. Außerdem gibt es das Follower-System und die Hashtags wie bei Twitter.

Nach der Veröffentlichtung von Vine gab es mehrere Updates, die dem Verlangen der Benutzer nach mehr Funktionen gerecht werden sollen. Ende März wurde es möglich gemacht Vines auf Webseiten, wie z. B. eigenen Blogs, einzubetten.[5]
Ende April führte Vine die Möglichkeit ein, Aufnahmen auch mit der Frontkamera zu machen. Seitdem ist es einfacher, von sich selber Videos zu drehen.[6]
Das bisher größte Update erfolgte Anfang Juli 2013. Es beinhaltete die Einführung der
Revine-Funktion, mit der Vines von anderen Nutzern innerhalb der Community geteilt werden können. Hierbei handelt es sich um einen typischen Bestandteil sozialer Netzwerke, den es auch bei Twitter in Form der Retweets gibt. Dieses Update beinhaltete zusätzlich die Möglichkeit seinen Account privat zu halten, also seine Videos nur für diejenigen zugänglich zu machen, von denen man es will. Außerdem wurden 15 Kanäle mit Themen eingeführt, auf welche der Nutzer seine Clips stellen kann.[7]

Entwicklung

Vine wurde im Juni 2012 von Dom Hofmann und Rus Yusupov gegründet. Im Juli 2012 stieg Colin Kroll als CTO ein. Im Oktober desselben Jahres übernahm Twitter Vine, da sie ein großes Potenzial in der Applikation sahen. Twitters CEO Dick Costolo nannte es „The next big thing“.[8] Am 24. Januar 2013 wurde Vine für den App Store freigegeben und ist somit für den iPod touch, das iPhone und das iPad verfügbar. Am 3. Juni 2013 folgte die Android App und ist nun in Google Play verfügbar.[9]

Anfang April 2013 erreichte Vine in den USA den ersten Platz der kostenlosen Apps im AppStore.[10] Anfang Juni 2013, unmittelbar vor der Veröffentlichung für Android, hatte Vine 13 Millionen Benutzer zu verzeichnen.[11] Bis Ende August stieg die Nutzerzahl auf 40 Millionen an.[12]

Kritik

Oftmals wurden die langen Ladezeiten für die Videos bemängelt.[13][14] Vine versucht diesen Mangel mit Updates zu beheben.
Nicht lange nach der Veröffentlichung wurden erste pornographische Videos hochgeladen. Dies widerspricht den Richtlinien des iOS App Store. Unmittelbar nach Auftauchen der Videos änderte Vine das vorgesehene Mindestalter von 12 auf 17 Jahre.[15]

Vine und Instagram

Von Anfang an wurden Vergleiche zum Foto-Sharing-Dienst Instagram aufgestellt, welcher zur Facebook Inc. gehört.[16] [17] Der Machtkampf der beiden Internetkonzerne Facebook und Twitter spiegelt sich in der Entwicklung der beiden Anwendungen, seit der Veröffentlichung von Vine, wider.
So entschied sich Facebook bereits wenige Stunden nachdem Vine auf den Markt kam, den Benutzern der Video-Sharing-App zu verbieten gezielt nach Facebook-Freunden zu suchen. Selbiges hatte Twitter im Juli 2012 getan, als Benutzer von Instagram nicht mehr nach ihren Twitter-Kontakten suchen durften.[18]
Vine wurde im Laufe der ersten Hälfte 2013 zunehmend populärer. So wurden Anfang Juni mehr Vine-Videos als Instagram-Fotos auf Twitter gepostet[19] und die Benutzerzahlen von Vine stiegen schneller als die von Instagram in den Monaten nach dessen Veröffentlichung.[20]
Ende Juni 2013 führte Facebook Videos auf Instagram ein, die Ähnlichkeiten mit den Vine-Filmchen haben und in den Medien als Antwort Facebooks auf Vine aufgenommen wurden.[21][22] Die Videos von Instagram unterscheiden sich durch die Länge von maximal 15 Sekunden, die Filter-Funktion und dadurch dass die Videos nicht in einer Endlosschleife laufen. Die Grundidee, dass die Aufnahme angehalten werden und der Benutzer später weiter filmen kann, ist die Gleiche. Vine wurden daraufhin Probleme prophezeit, da das Monopol auf Kurzvideos gebrochen wurde.

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